Die neue Veranstaltungsreihe "ZEW Lunch Debates" stößt in Brüssel auf große Resonanz. Der Eingangsvortrag von EU-Energiekommissar Günther H. Oettinger sowie die anschließende hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion widmeten sich dem Thema "Post 2020 Energy and Climate Protection Targets". Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Europäischer Kommission und EU-Parlament sowie von Branchenverbänden, Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen konnte ZEW-Präsident Prof. Clemens Fuest zur ersten ZEW Lunch Debate in Brüssel am 18. März 2014 begrüßen. Die Auftaktveranstaltung dieses neuen Veranstaltungsformats des ZEW widmete sich einem Thema aus der Umweltökonomik: "Post 2020 Energy and Climate Protection Targets".

Teilnehmer der ersten ZEW Lunch Debate
Teilnehmer der ersten ZEW Lunch Debate: Johannes Jung (Leiter der Landesvertretung in Brüssel) und ZEW-Präsident Prof. Clemens Fuest mit EU-Kommissar Günther H. Oettinger, Prof. Vittorio Prodi MEP, Jaroslaw Pietras (Generalsekretariat des Rates, Generaldirektor Umwelt, Bildung, Verkehr und Energie), Sir Graham Watson MEP und Thomas Kohl (ZEW-Geschäftsführer)

Zu Beginn skizzierte Prof. Fuest die Idee der ZEW Lunch Debates: "Mit diesem zeitlich kompakten Format um die Mittagszeit wollen wir eine Plattform für offene, engagierte Diskussionen über Themen von europäischer Tragweite schaffen. Wir tragen über diese Veranstaltung die wissenschaftliche Expertise des ZEW an Entscheidungsträger aus Politik und Gesellschaft heran." Nach einer kurzen Einführung ins Thema der ersten Lunch Debate durch den ZEW-Präsidenten übernahm EU-Energiekommissar Günther H. Oettinger das Rednerpult. In seinem Eingangsreferat stellte Oettinger das "2030 Climate and Energy Framework" der Europäischen Kommission zur Gestaltung der europäischen Energie- und Klimapolitik vor.

Auf den Vortrag des EU-Kommissars folgten die Beiträge von Prof. Andreas Löschel, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs "Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement", sowie den Europaparlamentariern Sir Graham Watson und Prof. Vittorio Prodi. In kurzen Statements beschäftigten sie sich mit der empirischen Analyse klimapolitischer Maßnahmen sowie konkreten Vorhaben, wie etwa dem Ausbau eines europäischen Stromnetzes oder der Forderung nach einem internationalen Klimaabkommen. Auch die weiterreichenden politischen Implikationen von Umwelt-, Klima- und Energiefragen kamen zur Sprache, zum Beispiel die problematische Abhängigkeit von Energieimporten, die durch einen intelligenten Ausbau erneuerbarer Energien in Europa reduziert werden könnte.

Auf die Statements folgte eine Podiumsdiskussion mit Prof. Löschel und Prof. Prodi sowie zahlreichen Wortmeldungen aus dem Publikum. Diskutiert wurden unter anderem die Rolle des europäischen Emissionshandelssystems EU ETS für den Klimaschutz und die ökonomischen Herausforderungen, die sich aus der Energiewende in Deutschland ergeben.  

Die nächste Veranstaltung im Rahmen der ZEW Lunch Debates findet am 12. Mai 2014 ebenfalls in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU statt. ZEW-Präsident Clemens Fuest wird an diesem Termin anlässlich der bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament die wichtigsten wirtschaftlichen Herausforderungen für Europa in den kommenden Jahren skizzieren und diskutieren.

Nähere Informationen zur Reihe "ZEW Lunch Debates" sowie die Termine der kommenden Veranstaltungen

Datum

20.03.2014

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