Vom 18. Mai bis zum 7. Oktober 2010 ist das Ausstellungsschiff "MS Wissenschaft" wieder in Deutschland und erstmals auch in Österreich unterwegs. Auch in diesem Jahr ist das ZEW mit an Bord. Diesmal mit einem Computerspiel zum "Klimaschutzdilemma".

Das Forschungsschiff lichtete seinen Anker am 18. Mai in Berlin. Bei diesem Ereignis mit dabei waren von Seiten des ZEW der kaufmännische Direktor des Forschungsinstituts, Thomas Kohl, und der Leiter des ZEW Forschungsbereichs Umwelt- und Ressourcenökonomik, PD Dr. Andreas Löschel.
Im Wissenschaftsjahr 2010, "Die Zukunft der Energie", informiert die Ausstellung auf der MS Wissenschaft, einem umgebauten Binnenfrachtschiff, unter anderem über die Energieversorgung von morgen, die energetischen Ressourcen, den sparsamen Umgang mit Energie sowie die intelligente Energienutzung. Der Forschungsbereich Umwelt- und Ressourcenökonomik des ZEW nutzt das Wissenschaftsschiff, um die Besucher der Ausstellung an Bord über das Klimaschutzdilemma zu informieren. Dieses besteht darin, dass saubere, dem Klima zuträglichere Technologien in der Regel deutlich teurer sind als andere. Klimaschutz kostet also Geld. Alle Länder wissen zwar, dass Klimaschutz wichtig ist, aber kein Land möchte viel Geld dafür ausgeben. Daher hofft jedes Land, dass die anderen Länder das Klima schützen und es selbst, ohne viel tun zu müssen, von den kostspieligen Anstrengungen der anderen profitieren kann.

Um dieses Dilemma den Ausstellungsbesuchern bewusst zu machen, hat der Umweltbereich des ZEW ein Computerspiel entwickelt, das den jeweiligen Spieler in die Situation eines Landes versetzt, das seine Klimapolitik festlegen muss: Soll es sein Geld für Klimaschutz ausgeben, was dann auch allen anderen Ländern zugute käme – auch solchen, die keinen oder nur wenig Klimaschutz betreiben? Oder soll es sein Geld lieber für sich behalten? Wie reagiert das Land, wenn andere Länder sich weigern, in Maßnahmen zum Klimaschutz zu investieren? Am ZEW in Mannheim werden mit Versuchspersonen Experimente durchgeführt, die diesem Computerspiel ähneln. Dabei werden Erkenntnisse über die Verhaltensweisen und Vorlieben von Menschen in bestimmten Situationen gewonnen.

Das Energieschiff besucht 34 Städte, darunter Magdeburg, Kiel, Hamburg, Hannover, Dortmund, Frankfurt, Mainz und Nürnberg. Neu im Programm: ein Abstecher nach Österreich. Dort wird die Ausstellung in Wien, Linz und Krems zu sehen sein. Die Tour endet am 7. Oktober 2010 in Würzburg.

Weitere Informationen zur MS Wissenschaft

Datum

21.05.2010

Schlagworte

MS Wissenschaft

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