Exportchancen für das deutsche Duale Ausbildungssystem? - Minister Peter Friedrich informierte sich am ZEW

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Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und Internationale Angelegenheiten des Landes Baden-Württemberg, besuchte am 1. September 2014 das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Hier informierte ihn ZEW-Präsident, Prof. Dr. Clemens Fuest, über die aktuelle Forschungsarbeit und die EU-Aktivitäten des ZEW. Sehr interessiert zeigte sich der Minister auch an den Exportchancen des deutschen dualen Ausbildungssystems in andere Staaten der Europäischen Union (EU) und die Möglichkeit, Bürger aus anderen Mitgliedsländern der EU in Deutschland auszubilden. Beides könnte ein Mittel im Kampf gegen die vor allem in Südeuropa hohe Jugendarbeitslosigkeit sein.

In einem anschließenden Fachvortrag erläuterte PD Dr. Friedhelm Pfeiffer, Senior Researcher im ZEW-Forschungsbereich Arbeitsmärkte, Personalmanagement und Soziale Sicherung, dem Minister, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit die Implementierung eines dualen Ausbildungssystems in einem Staat gelingen kann. Hierbei hob er besonders die regelmäßige und funktionierende Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen und der Wirtschaft als unentbehrlichen Pfeiler dualer Ausbildungssysteme hervor.

Von großem Interesse waren für den Minister auch die ZEW-Forschungsergebnisse im Rahmen der Donauraumstrategie der EU, die darauf abzielt, die Lebensbedingungen in den Anrainerstaaten der Donau zu verbessern und deren Kooperation untereinander zu fördern. Im Rahmen dieser Strategie wurde das ZEW vom Land Baden-Württemberg beauftragt, eine Studie zur ökonomischen Entwicklung des Donauraums anzufertigen. Dr. Christian Rammer, stellvertretender Leiter des ZEW-Forschungsbereichs Industrieökonomik und Internationale Unternehmensführung, und Dr. Bettina Müller stellten dem Minister erste Ergebnisse der Studie und die verwendeten Analysemethoden vor.

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