Jahrg. 17, Nr. 11, Januar 2010

Die Möbel-, Sport- und Spielwarenindustrie sowie die Medizintechnik erzielten 2008 nominal ein leichtes Umsatzwachstum, wohingegen sich die Innovationsindikatoren nur teilweise positiv und branchenintern uneinheitlich entwickelten. Die Innovatorenquote - das ist der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben - nahm von 53% im Jahr 2007 auf 57% in 2008 zu. Der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen stieg auf 15%, während der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten bei 20% stagnierte. Mit Innovationsaufwendungen von 1,67 Mrd. € konnte der Höchstwert der Branche aus dem Vorjahr gehalten werden. Die Innovationsausgaben betrugen 3,4% des Brancheumsatzes, woran der innovationsintensivere Bereich der Medizintechnik sowie der Sport- und Spielwarenindustrie wesentlichen Anteil hatte (Innovationsintensität von 4,9%), während die Möbelindustrie nur 1,8% erreicht. Auch bei der Innovatorenquote liegt die Möbelindustrie deutlich zurück. Der mit Produktneuheiten erzielte Umsatzanteil sank in der Branche im Jahr 2008 merklich auf 17,5% und beruhte vor allem auf Nachahmerinnovationen. Durch Prozessinnovationen erreichte die Branche Kostensenkungen von nur noch 2,5% der Gesamtkosten (2007: 3,9%). Der Innovationserfolg der gesamten Branche nahm insbesondere durch die Rückgänge bei Medizintechnik, Sport- und Spielwaren ab. Für 2009 planen die Unternehmen niedrigere Innovationsausgaben (1,44 Mrd. €), für 2010 aber wieder eine Erhöhung auf 1,55 Mrd. €. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte 2009 deutlich auf 44% zurückgehen und im Jahr 2010 auf diesem Niveau stabil bleiben.

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Authors

Rammer, Christian
Schubert, Torben