Die Hochschulbildung ist hierzulande weitgehend öffentlich finanziert. Im Sinne eines effizienten öffentlichen Ressourceneinsatzes ist es darum aus wissenschaftsökonomischer Sicht zentral und gesellschaftlich wünschenswert, die Gelingensbedingungen für ein erfolgreiches Studium zu optimieren. Der Erfolg wird dabei wesentlich durch die Ergebnisse der Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt bestimmt. Unser Forschungsvorhaben untersucht, von welchen Faktoren es abhängt, ob Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen in eine adäquate Beschäftigung übergehen und somit die getätigten Bildungsinvestitionen optimal genutzt werden.

Für diese Analysen wird neben der formalen auch die nicht-formale Dimension der Beschäftigungsadäquanz herangezogen.

Eine formal adäquate Beschäftigung bezeichnet dabei eine Tätigkeit, welche die zuvor getätigte Bildungsinvestition als Qualifikation voraussetzt und somit dem formalen Bildungsabschluss entspricht.
Um die Gelingungsbedingungen für den Übergang in eine formal adäquate Beschäftigung herauszuarbeiten, werden in dem Projekt die Determinanten dieses Übergangs auf der Ebene des Individuums untersucht. Zentrale Dimensionen in diesem Zusammenhang sind die spezifische Hochschulausbildung, individuelle kognitive und nicht-kognitive Fähigkeiten (z.B. Persönlichkeitsmerkmale) sowie der familiäre Hintergrund.
Diese Analysen werden für Absolventinnen und Absolventen verschiedener Fachgebiete durchgeführt, um Wirkungsheterogenitäten aufzudecken. Angesichts ihrer herausragenden Bedeutung für die Innovationsfähigkeit von Unternehmen stehen die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) im Fokus der Untersuchung und werden mit anderen Fachrichtungen verglichen.

Als weitere Dimension für die Adäquanz einer Beschäftigung wird die nicht-formale Beschäftigungsadäquanz untersucht. Sie spiegelt die Übereinstimmung zwischen Fähigkeiten, Persönlichkeit und beruflichen Zielen einer Person mit den Bedingungen und Anforderungen ihrer Tätigkeit wider. Gemessen wird die nicht-formale Beschäftigungsadäquanz anhand subjektiver Angaben der Beschäftigten zu Anforderungen und den damit verbundenen Belastungen am Arbeitsplatz.

Bei allen Analysen gilt es zu berücksichtigen, dass sich Studierende verschiedener Studiengänge und Studienabschlüsse bereits zu Beginn des Studiums unterscheiden. Ziel ist es, neue Einsichten zur Effektivität des Übergangs  in den Beruf zu gewinnen mit möglichen Impulsen für die Bildungspolitik.

Das Forschungsvorhaben ist eine geförderte Maßnahme und Teil der Förderlinie "Wissenschaftsökonomie" - Förderkennzeichen  01PW11019 - im Forschungsschwerpunkt "Hochschulforschung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). logogefoerdertvombmbf

Ausgewählte Publikationen

Verwandte Veranstaltungen