Dieses Forschungsprojekt beschäftigt sich mit den Ursachen und Auswirkungen der Disparitäten zwischen lokalen Arbeitsmärkten in Frankreich und in Deutschland. Beide Seiten der lokalen Arbeitsmärkte werden systematisch und umfassend mittels theoretisch fundierter empirischer Forschungsansätze auf Grundlage französischer und deutscher administrativer Mikrodaten (DADs und LIAB) untersucht: Firmen versuchen durch ihre Siedlungsentscheidungen die Produktivitätsvorteile der Nähe zu anderen Firmen in urbanen Zentren auszunutzen. Arbeitskräfte wägen bei ihrer Wohnortentscheidung zwischen Löhnen, Beschäftigungsperspektiven und Wohnkosten ab. Aus der Interaktion dieser wirtschaftlichen Kräfte ergibt sich ein räumliches Gleichgewicht. Zusätzlich zur Erforschung dieser Kräfte wird die Black Box der Unternehmen geöffnet um zu untersuchen, wie diese Kräfte mit den internen Organisationsstrukturen und der Integration in den internationalen Handel interagieren. Dies trägt zu einem besseren Verständnis lokaler Multiplikatoren bei und erlaubt es, eine zentrale Frage der Wirtschaftspolitik zu beantworten: Was ist die optimale wirtschaftspolitische Reaktion auf die zum Teil erheblichen Unterschiede lokaler Arbeitsmärkte hinsichtlich Arbeitslosenquoten und Löhnen?