In dem Forschungsprojekt Science4KMU gehen die Kooperationspartner den Hemmnissen des Technologietransfers auf den Grund: Es soll ein Modell für die Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen und FuE-intensiven kleinen und mittleren Unternehmen entwickelt werden. Zudem werden Werkzeuge zur Identifikation von kooperationsbereiten und technologisch-orientierten KMU entwickelt, die zu einer intensiven Kooperation mit Forschungseinrichtungen in der Grundlagenforschung fähig und bereit sind. Dazu gehen die Forscher unter anderem der Frage nach, wie ein vertrauensvoller Kontakt zwischen KMU und Forschungseinrichtung und eine langfristige Zusammenarbeit aufgebaut werden kann, um gemeinsam innovative Produkte zu verwirklichen.
 
In Science4KMU arbeiten das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien, das ibo-Institut für Industrieinformatik und Betriebsorganisation der HTW sowie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zusammen. Die Kooperationspartner erforschen den Technologietransfer auf dem Gebiet der Materialwissenschaften, einer sogenannten Querschnittsdisziplin. Die Koordination des Projekts liegt beim INM. Am Projektende soll ein „Handbuch“ stehen, das als Kooperationsmodell auch auf andere Querschnittsdiziplinen übertragbar ist. Dazu untersuchen INM und ibo-Institut, welche Personal-, Anlagen- und Finanzressourcen Forschungseinrichtungen und mittelständische Unternehmen benötigen, um ganz konkret innovative Ideen umzusetzen. Das ZEW will KMUs herausfiltern, die für einen Technologietransfer geeignet sind und die als Kooperationspartner für Forschungseinrichtungen in Verwertungsprojekten fungieren können.