Das Projekt untersucht die volkswirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen und aktualisiert die Ergebnisse des gleichnamigen Projekts aus dem Jahr 2009. Die Datenbasis ist wieder das Mannheimer Unternehmenspanel (MUP), das auf die Unternehmensdaten des Verbands der Vereine Creditreform zurückgreift und den deutschen Unternehmensbestand nahezu vollständig abbildet. Das Projekt gliedert sich in zwei Module. Modul 1 beschäftigt sich mit der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Familienunternehmen in Deutschland insgesamt. Modul 2 untersucht die Bedeutung der 500 größten Familienunternehmen und stellt ihre Performance den Nicht-Familienunternehmen im DAX gegenüber.
Modul 1 verwendet wieder die differenzierte Definition von Familienunternehmen aus dem Vorgängerprojekt: Von einem „familienkontrollierten Unternehmen“ wird gesprochen, wenn maximal drei natürliche Personen mindestens 50% der Unternehmensanteile halten. Sind die  Eigentümer  dieser Unternehmen auch an der Unternehmensleitung beteiligt, ist die engere Definition der „eigentümergeführten Familienunternehmen“ erfüllt, die zusätzlich zur Anteilsmehrheit die Ausübung von Leitungsfunktionen durch die Familienmitglieder fordert. Außerdem werden „nominelle Familienunternehmen“ betrachtet, die dadurch gekennzeichnet sind, dass der Unternehmensname einen Familiennamen enthält.
Für die so definierten Familienunternehmen werden wesentliche Strukturmerkmale (Verteilung nach Größe, Rechtsform, Branche, Bundesländern) erhoben sowie ihr Anteil am Unternehmensbestand, an der Beschäftigung und an den Umsätzen aller deutschen Unternehmen anhand der aktuellen MUP-Daten ermittelt. Eine Neuerung gegenüber dem Vorgängerprojekt besteht darin, beim Gesamtunternehmensbestand zwischen privaten und öffentlichen Unternehmen – d.h. Unternehmen, die sich zu mindestens 50% im Eigentum der öffentlichen Hand befinden – zu differenzieren.
Modul 2 erstellt eine aktuelle Liste der 500 größten Familienunternehmen und vergleicht die Entwicklung dieser Unternehmen und der DAX-Unternehmen (ohne die Familienunternehmen Beiersdorf, Henkel, Metro und Merck)  zwischen 2006 und 2010. Speziell wird untersucht, ob die Familienunternehmen von der letzten Wirtschafts- und Finanzkrise weniger betroffen waren -  wie die Entwicklung der Beschäftigten- und Umsatzzahlen bis zum 2008 nach den Ergebnissen des Vorgängerprojekts vermuten lässt - und diese besser überwunden haben als die DAX-Konzerne.