Familienunternehmen spielen in der Wirtschaft Deutschlands wie der Europäischen Union eine zentrale Rolle. Sie verfolgen im Zeitalter der Globalisierung zunehmend internationale Standortstrategien. Damit bekommt für diese Unternehmen die Frage der Qualität des Standortes Deutschland im internationalen Vergleich wachsende Bedeutung. Das Ziel des Projekts bestand darin, die speziell für Familienunternehmen wichtigen Standortbedingungen in Deutschland im Rahmen einer Benchmark-Studie mit denjenigen in anderen wichtigen Industrieländern zu vergleichen. Im Ergebnis hat sich gezeigt, dass Deutschland im Vergleich der einbezogenen 14 Standorte nur den Rang 11 belegt. Ungünstige Platzierungen auf den Gebieten Regulierungslast, Arbeitsmärkte und auch Besteuerung haben zu diesem schlechten Abschneiden geführt. Relativ vorteilhaft stellen sich die deutschen Standortbedingungen hingegen unter dem Aspekt der Finanzierung und der Verfügbarkeit des Bankkredits dar. Insgesamt ganz vorne rangieren Großbritannien, die USA, Irland und die Schweiz. Die wirtschaftspolitische Schlussfolgerung lautet: Insbesondere auf dem Gebiet des Bürokratieabbaus, der Arbeitsmärkte und der Besteuerung ist Handlungsbedarf gegeben, damit Deutschland auch in Zukunft attraktive Bedingungen für Familienunternehmen bieten kann.