Berechenbare allgemeine Gleichgewichtsmodelle (CGE) haben sich zu einem Standardinstrument zur Quantifizierung gesamtwirtschaftlicher Wirkungen von wirtschaftspolitischen Maßnahmen entwickelt. Dabei gehen die meisten Modelle von repräsentativen Haushalten aus und abstrahieren weitgehend von der Heterogenität individueller Haushalte. Gerade letzteres ist jedoch von großer Bedeutung, denn politische Reformvorhaben können die individuellen Haushalte aufgrund ihrer spezifischen Einkommens- und Ausgabenstruktur ganz unterschiedlich betreffen. Die Analyse derartiger Verteilungswirkungen wird üblicherweise im Rahmen von Mikrosimulationsmodellen durchgeführt. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie detaillierte Informationen über Haushalte und Individuen bezüglich ihres Erwerbsverhaltens und ihrer Einkünfte integrieren und darauf aufbauend Steuern und Transfers berechnen. In diesem Projekt soll die bereits bestehende Kopplung des am ZEW vorhandenen Steuer-Transfer-Modells mit einem CGE-Modell verbessert und weiter ausgebaut werden. Dadurch wird eine Quantifizierung von Allokations- und Verteilungseffekten in einem konsistenten Modellrahmen ermöglicht. Inhaltlich soll das gekoppelte Modell zunächst zur Analyse arbeitsmarktpolitischer Fragestellungen herangezogen werden. Aufbauend darauf soll das Modell zur Untersuchung umweltrelevanter Themen weiterentwickelt werden, wobei hier insbesondere die detaillierte Ausgabenstruktur der Haushalte berücksichtigt werden soll.