Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH

Springe direkt zu:


Logo ZEW [ D]


Suche überpringen

Suche




Inhaltsbereich überspringen

Inhaltsbereich

Der European Tax Analyzer

Computersimulationsprogramm zur Messung und Analyse der nationalen und internationalen Unternehmenssteuerbelastung

Der European Tax Analyzer bildet das Kernstück des ZEW-Instrumentariums für internationale Steuerbelastungsvergleiche. Mit seiner Hilfe kann die Steuer- und Abgabenbelastung von Personen- und Kapitalgesellschaften - unter Einbezug der Gesellschafter - mit Sitz in verschiedenen Ländern über einen mehrperiodigen Zeitraum berechnet und miteinander verglichen werden. Die besondere Stärke dieses Modells liegt in dem hohen Detaillierungsgrad, mit dem Steuersysteme, Steuerarten, Tarife und Bemessungsgrundlagenvorschriften abgebildet werden können und somit auch komplexe Regelungen wie Zinsabzugsbeschränkungen Berücksichtigung finden. Zudem ist das Modell sehr flexibel: das zugrunde gelegte Musterunternehmen kann hinsichtlich Größe, Branche und zentraler Kennziffern wie der Umsatzrentabilität variiert werden. In der aktuellen Version sind die relevanten Regelungen der EU-27 sowie der USA (Kalifornien), Kanada und der Schweiz (Zürich) implementiert.

Der European Tax Analyzer wird seit der Gründung des ZEW im Jahr 1991 in enger Kooperation mit der Universität Mannheim entwickelt und ausgebaut. Im Rahmen dieser Weiterentwicklungen wurden zahlreiche Fragestellungen analysiert, die in Wissenschaft und Praxis auf ein durchweg positives Echo gestoßen sind. Die bisherigen Analysegebiete umfassten neben internationalen Steuerlast- und Strukturvergleichen insbesondere die Beurteilung von Steuerreformvorschlägen in Deutschland. So wurde u.a. eine quantitative Analyse bezüglich der Wirkungen der Einführung einer Dualen Einkommensteuer in Deutschland auf die effektive Steuerbelastung von Unternehmen durchgeführt und dem Sachverständigenrat zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus kommt das Instrument regelmäßig bei der Berechnung des Länderindex der Stiftung Familienunternehmen zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen internationalen Vergleich von Standortbedingungen, die aus Sicht von Familienunternehmen von besonderer Bedeutung sind. Neben diesen Arbeitsgebieten kam der European Tax Analyzer schon häufig bei der Entwicklung und Analyse alternativer Besteuerungskonzepte zur Reform der Unternehmensbesteuerung in Europa (Änderung bestehender Systeme, Cash-Flow-Steuern, Ökosteuer), der Untersuchung der kombinierten Wirkungen von Steuern und Sozialabgaben auf das unternehmerische Investitionsverhalten sowie der Konsequenzen einer Angleichung der handelsrechtlichen und steuerlichen Gewinnermittlung in Europa (gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage) für die Steuerbelastung zur Anwendung.

Auftraggeber und Zuwendungsgeber:

Die wissenschaftliche Verankerung der Forschung zeigt sich u. a. in der Bewilligung von zahlreichen Projekten seitens der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die praktische Relevanz der Arbeiten wird durch vielfältige Forschungsaufträge für nationale und ausländische Ministerien sowie supranationale Institutionen dokumentiert. So wurden in den vergangenen Jahren u. a. Forschungsaufträge mit betriebswirtschaftlichen und steuerpolitischen Fragestellungen für das Bundesfinanzministerium, das Bundeswirtschaftsministerium, das niederländische Finanzministerium sowie die Europäische Kommission durchgeführt. In jüngster Vergangenheit kam das Instrument bei der Berechnung des Update 2010 des Länderindex der Stiftung Familienunternehmen zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen internationalen Vergleich von Standortbedingungen, die aus Sicht von Familienunternehmen von besonderer Bedeutung sind.

lev 29.10.2010


Copyright


Zum Seitenanfang