Das Kioto-Protokoll legt in Anhang B rechtlich verbindliche CO2-Emissionsziele für die beteiligten Industrienationen fest.
Zur Erreichung dieser Ziele ermöglicht das Protokoll drei sog. flexible Mechanismen: Zwischenstaatlicher Handel mit Emissionsrechten
(International Emissions Trading), projektbasierte Klimaschutzinvestitionen in anderen Industrieländern (Joint Implementation) und
projektbasierte Klimaschutzinvestitionen in Entwicklungsländern (Clean Development Mechanism). Das Grundprinzip dieser Instrumente
ist es, die Emissionsreduktion dort zu ermöglichen, wo dies die geringsten Kosten verursacht. Die Voraussetzungen, um diese Mechanismen
zu nutzen und ein vorgegebenes Emissionsziel kostenminimal zu erreichen, sind unter anderem die Durchsetzung eines Monitoring-Systems
(Kontrolle und Strafmaßnahmen im Falle der Nichterfüllung) und ein funktionierender Markt für den Emissionshandel.
Der Fokus unserer Arbeit in diesem Bereich liegt in der Analyse der Rahmenbedingungen für den Emissionshandel und in der konkreten
Ausgestaltung solcher Märkte. Insbesondere werden Investitionsrisiko und Transaktionskosten, Technologietransfer in Entwicklungsländer,
Regulierungsüberlagerungen und Marktmacht betrachtet. Besonders in diesem Forschungsgebiet verbinden wir quantitative und qualitative
Methoden (Modellierung und Politikgestaltung).