Das Europäische Emissionshandelssystem (EU-EHS) ist das erste großangelegte, länderübergreifende Handelsprogramm für Treibhausgase und gilt als zentrales Instrument der europäischen Klimapolitik. Nach einer ersten Probephase (2005–2007) ist im Jahr 2008 die zweite Phase angelaufen, in der verstärkte Investitionsanreize zur langfristigen CO2-Minderung gesetzt werden sollten. Trotz dieser Zeitspanne liegen bisher kaum Erkenntnisse dazu vor, wie sich das Instrument Emissionshandel in der Praxis bewährt. Wie das aktuelle KfW/ZEW CO2 Barometer zeigt, nutzen in Deutschland tatsächlich drei Viertel der erfassten Unternehmen die Möglichkeit, Emissionszertifikate zu kaufen oder zu verkaufen. Allerdings lieferten die Preissignale des Emissionshandels den Unternehmen bisher noch keine starken Anreize für Investitionen in CO2-Reduktion. Auch beim Einsatz von Minderungsgutschriften aus Treibhausgasreduktionsprojekten aus Entwicklungsländern gibt es noch hohes ungenutztes Potenzial.

Autoren

Löschel, Andreas
Heindl, Peter
Lo, Vivien
Detken, Annette
Alexeeva-Talebi, Victoria

Schlagworte

Emissionshandel EU ETS emission trading CDM JI