Jahrg. 18, Nr. 11, Januar 2011

Die Branchengruppe der Möbel-, Sport- und Spielwarenindustrie, Medizintechnik sowie Reparatur und Installation von Anlagen und Geräten konnte 2009 den Wachstumskurs der vergangenen Jahre nicht fortsetzen. Die Innovatorenquote ging für die gesamte Branche um 3 Prozentpunkte auf 50% zurück. Im Bereich Medizintechnik sowie Sport- und Spielwaren war die Quote zwar am höchsten, aber stark rückläufig, die Möbelindustrie konnte hingegen deutlich zulegen. Die Innovationsausgaben stiegen 2009 auf den Branchenhöchstwert von 2,61 Mrd. € und sollen 2010/2011 weiter erhöht werden auf 2,78 Mrd. € (2010) bzw. 2,85 Mrd. € (2011). Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) lag 2009 bei hohen 3,3%, woran der Bereich der Medizintechnik sowie Sport- und Spielwaren mit 5,4% wesentlichen Anteil hatte. Der mit Produktneuheiten erzielte Umsatzanteil sank 2009 deutlich auf 14,5% und beruhte vor allem auf Nachahmerinnovationen. Bei den prozessseitigen Innovationserfolgen konnte die Branche zulegen. Der Kostensenkungsanteil betrug 2,6% (2008: 2,4%). Durch Qualitätsverbesserungen wurde ein Umsatzanstieg von 2,2% (2008: 1,9%) erreicht. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte in der Branche im Jahr 2010 auf 47% abnehmen. Weitere 5% der Unternehmen waren sich noch nicht sicher, ob sie 2010 Innovationsprojekte durchführen werden. Für 2011 planten nur 42% der Unternehmen fest mit Innovationsaktivitäten. Allerdings lag der Anteil der Unsicheren für 2011 immerhin bei 11%.