Unser Ziel ist es herauszufinden, welche Innovationsstrategien von Unternehmen als Reaktion auf Preis- und Qualitätsimportwettbewerb chinesischer Unternehmen ausgewählt werden. Wir unterscheiden insbesondere zwischen kostenreduzierender Prozessinnovation, sowie quailitätsverbessernder Prozess- und Produktinnovation. Wir differenzieren zwischen Preis- und Qualitätswettbewerb durch Unterschiede in Stückpreisen importierter Produkte. Vor dem Hintergrund des technologischen Aufstiegs Chinas analysieren wir empirisch, wie Unternehmen in entwickelten Ländern ihre Innovationsstrategie an das zunehmende Volumen und die zunehmende Qualität chinesischer Importe anpassen.
Wir verwenden jährliche Informationen des Mannheim Innovation Panel über etwa 3.000 deutsche Industrieunternehmen, die wir über den Zeitraum von 2002-2012 beobachten. Unsere Quelle für Handelsinformationen ist die Commodity Trade Statistics Datenbank der Vereinten Nationen, die jährliche Daten zu Güterimporten und –exporten umfasst und Mengen- und Preisinformationen beinhaltet. Wir können die potentielle Endogenität zwischen Innovetionsstrategien der Unternehmen und chinesischem Importwettbewerb durch zwei Instrumente behandeln, die auf Veränderungen des EU-Zolls nach dem WTO-Beitritt Chinas und Veränderungen in den chinesischen Handelsströmen zu anderen entwickelten Ländern basieren. Wir erwarten, dass der Preiswettbewerb förderlich für kostensenkende Prozessinnovation ist und, dass ein Qualitätswettbewerb förderlich für qualitätsverbessernden Innovation ist. Da chinesischer Importwettbewerb intensiver wird, erwarten wir, dass sich diese Effekte verstärken.