Ziel des Forschungsprojekts ist die Analyse der Bestimmungsgründe des Innovationserfolgs von KMU in Baden-Württemberg unter besonderer Berücksichtigung von fünf Einflussfaktoren:

  • Marktpositionierung in Hinblick auf Nischenstrategien
  • technologischer Neuheitscharakter von Innovationen
  • Ausrichtung auf forschungsintensive Abnehmerbranchen
  • Art der Innovationsfinanzierung
  • Zusammenarbeit mit Wissenschaftseinrichtungen aus der Region

Die Analyse wird für einen repräsentativen Querschnitt von KMU aus Baden-Württemberg, der alle für das Innovationsgeschehen wichtigen Branchen umfasst (Industrie, wissensintensive Dienstleistungen, Logistik, Finanzwirtschaft, Medienwirtschaft, Energieversorgung) und einer Vergleichsgruppe von KMU aus anderen Bundesländern durchgeführt. Dadurch soll die Rolle der spezifischen Standortbedingungen in Baden-Württemberg für den Innovationserfolg von KMU herausgearbeitet werden. Innovationserfolg wird dabei über ein Bündel von Indikatoren erfasst, die den Erfolg mit neuen Produkten gleichermaßen wie den Erfolg mit Prozessinnovationen abbilden. Berücksichtigt wird außerdem der Erfolg auf Auslandsmärkten sowie der allgemeine Unternehmenserfolg (Umsatzrendite).

Datengrundlage bildet das Mannheimer Innovationspanel des ZEW. Die Daten des MIP werden mit anderen Datenquellen verknüpft, um einzelne der angeführten Fragestellungen untersuchen zu können. Aus Verknüpfungsmöglichkeiten von besonderem Interesse: Durch die Zuspielung von Informationen aus dem Mannheimer Unternehmenspanel  können z.B. Familienunternehmen identifiziert und das Unternehmensalter sowie die Unternehmenshistorie erfasst werden. Durch Zuspielung von Informationen aus Patentdatenbanken kann die Patentiertätigkeit differenziert nach Technologiefeldern erfasst werden, woraus u.a. Angaben zum technologischen Neuheitsgrad von Innovationsaktivitäten gewonnen werden können.

Mit Hilfe von ökonometrischen Analysen werden zwei aufeinander aufbauende Fragestellungen untersucht:

  • Erstens wird überprüft, ob der Innovationserfolg der Gruppe der baden-württembergischen KMU sukzessiv höher ist als der einer geeignet zu bildenden Vergleichsgruppe.

  • Da signifikante Differenzen erwartet werden, werden zweitens die Faktoren, die diese erklären, identifiziert und die oben aufgeführten Erklärungsmuster im Einzelnen beleuchtet.

Ausgewählte Publikationen

Discussion Papers und Working Papers

Rammer, Christian, Jano Costard, Florian Seliger und Torben Schubert (2008), Bestimmungsgründe des Innovationserfolgs von baden-württembergischen KMU, ZEW-Dokumentation LLL:citation.label.number 08-05, Mannheim. Download