Die deutschen Gebietskörperschaften weisen auf allen Ebenen (Bund, Länder und Gemeinden) einen massiven Konsolidierungsbedarf auf. Die Konsolidierungsdebatte stellt dabei überwiegend auf Betrachtungen ab, die entweder auf der Einnahmeseite (z.B. Steuer- und Abgabenquoten) oder aber auf der Ausgabenseite (z.B. Höhe der Transfers und Investitionen) ansetzen. Einen geringen Stellenwert nehmen demgegenüber Untersuchungen ein, die auf die Effizienzsteigerung des öffentlichen Sektors abzielen. Bei diesen Untersuchungen werden Indikatoren zur Bereitstellung von öffentlichen Gütern ins Verhältnis zu den dafür aufgewendeten Ressourcen gesetzt. Das Ziel dieses Projektes besteht darin, Indikatoren zur Messung der Effizienz öffentlicher Leistungserstellung in Deutschland zu entwickeln, wobei der Fokus auf der Bundesländer- und Gemeindeebene liegt. Zur Anwendung kommen sowohl parametrische Verfahren, die eine bestimmte funktionale Form der öffentlichen Kosten- oder Produktionsfunktion unterstellen, als auch nicht-parametrische Verfahren, die aus Input- und Outputbeobachtungen direkt auf die Effizienzlinie schließen. Neben der Untersuchung zu einzelnen Bereichen der öffentlichen Leistungserstellung wird auch die Eignung von Ansätzen zur Ermittlung einer Gesamteffizienz einer Gebietskörperschaft überprüft.