Im Zuge der Lissabon Strategie ist die Europäische Kommission bestrebt, die Effizienz des Binnenmarktes zu erhöhen, indem körperschaftsteuerliche Hindernisse grenzüberschreitender Tätigkeiten abgebaut werden. Das Ausmaß bestehender Verzerrungen wird hierbei durch die Analyse effektiver Steuersätze offenkundig.
Um diese Verzerrungen abzubauen, hat die Europäische Kommission, neben anderen Vorschlägen, das Konzept einer Gemeinsamen Konsolidierten Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage vorgelegt.
Aus dieser Ausgangslage lässt sich eine zweigeteilte Zielsetzung der Studie ableiten. Diese besteht zum einen darin, für eine große Reihe von Ländern (EU 28, Schweiz,
Norwegen, USA, Kanada, Japan, Republik Mazedonien und Türkei) effektive Steuersätze zu ermitteln. Dabei stützt sich die Berechnung der inländischen und
grenzüberschreitenden marginalen und durchschnittlichen Effektivsteuersätze auf den Ansatz von Devereux und Griffith. Zum anderen besteht die Zielsetzung darin,
spezifische Szenarien der Unternehmensbesteuerung zu simulieren und somit die Auswirkungen potentieller Unternehmenssteuerreformen zu evaluieren.