Produktinnovationen führen neue Produkte oder merklich veränderte, neue Varietäten bereits existierender Produkte ein. Die Anreize, innovative Produkte einzuführen, sind umso ausgeprägter, je schwerer sie durch Konkurrenzprodukte substituiert werden können. Die Substituierbarkeit innovativer Produkte wird vielfach mit der Imitierbarkeit von Technologie gleichgesetzt. Inwieweit eine produktdifferenzierende Markenpolitik den Erfolg von Produktinnovationen erhöht, wurde bisher noch nicht untersucht. Der Markenschutz umfasst zwei Dimensionen. Der Bekanntheitsschutz schützt den Werbewert, die Unterscheidungskraft und die Wertschätzung von Marken. Der Verwechslungsschutz demgegenüber schützt zuverlässig zufriedenstellende Markenprodukte. Der Markenschutz kann also produktdifferenzierend wirken, indem sich Markenprodukte von No-Name Produkten durch ihre zuverlässig hohe Qualität unterscheiden oder indem die Unterscheidungskraft eines Markenbildes Markenprodukte differenziert. Das Projekt untersucht an Hand der Mannheimer Innovationserhebung und damit zu verknüpfenden Daten von deutschen und europäischen Markenanmeldungen, ob eine qualitäts- oder bekanntheitsdifferenzierende Markenpolitik mit höheren Innovationserfolgen verbunden ist.