Innovationsverhalten der deutschen Industrie: Zukunftsperspektiven der deutschen Wirtschaft Seit 1993 führt das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) jährlich systematische Erhebungen zum Innovationsverhalten der deutschen Wirtschaft durch. In Zusammenarbeit mit infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) wird eine für das Produzierende Gewerbe repräsentative Datenbasis aufgebaut und gepflegt (Mannheimer Innovationspanel, MIP). Parallel wird seit 1995 eine entsprechende Erhebung auch im Dienstleistungssektor (MIP-DL) durchgeführt. An der Erhebung im Produzierenden Gewerbe beteiligen sich jährlich etwa 2.500 Unternehmen. Dabei wird versucht, die gleichen Unternehmen in die jährlichen Befragungen einzubeziehen (Panelbefragung), um die Entwicklung auf der Unternehmensebene verfolgen zu können. Um das Panel aktuell zu halten, werden alle zwei Jahre neugegründete Unternehmen in den Stichprobenrahmen aufgenommen. Im Zentrum der Befragung stehen folgende Themen: - Entwicklung und Verbreitung von Innovationsaktivitäten - Entwicklung des Innovationserfolgs - Bedeutung und Struktur von Innovationshemmnissen - Verbreitung und Ergebnisse öffentlicher Innovationsförderung Das Konzept der Erhebung besteht dabei zum einen aus jährlich wiederkehrenden Fragen, z.B. nach der Durchführung von Produkt- und Prozessinnovationen, den wirtschaftlichen Effekten von Innovationen sowie der Höhe von FuE- und Innovationsaufwendungen. Zum anderen werden im zweijährigen Turnus zusätzliche Schwerpunktthemen untersucht, wie z.B. Formen des Technologietransfers, Informationsquellen und Kooperationen. Im Rahmen einer regelmäßigen Berichterstattung wird auf dieser Datengrundlage das Innovationsgeschehen in Deutschland beschrieben. Das Mannheimer Innovationspanel trägt dazu bei, den technologie- und wirtschaftspolitischen Informationsbedarf hinsichtlich der Innovationsprozesse zu decken und Ansatzpunkte für eine die Innovationskraft stärkende Politik aufzuzeigen. Die Innovationserhebung im Produzierenden Gewerbe ist 2000 zum achten Mal durchgeführt worden. Sie war 1993 und 1997 dabei zugleich der deutsche Beitrag zu den Innovationserhebungen der Europäischen Kommission (Community Innovation Surveys). Die Erhebung wird begleitet von einem wissenschaftlichen Beirat unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Hans Georg Gemünden.

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