Ein Berater erfüllt einerseits die Rolle des Wissensvermittlers, andererseits kann er die Funktion übernehmen, bestehende Probleme und geplante Maßnahmen verschiedenen Interessensgruppen gegenüber zu legitimeren. Dieser Artikel zeigt empirische Evidenz für die Rolle des IT-Beraters auf Grundlage eines Unternehmensdatensatzes für das verarbeitende Gewerbe und für ausgewählte Dienstleistungssektoren in Deutschland. Hierzu wird erstens die subjektive Einschätzung von Unternehmen zu den Motiven einer Inanspruchnahme IT-bezogener Beratung repräsentativ ausgewertet. Zweitens werden die Bestimmungsfaktoren der Nachfrage nach Beratung ökonometrisch analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass für die Inanspruchnahme externer IT-Beratung die Rolle des Beraters als Wissensvermittler im Vordergrund steht. Insbesondere erklären die IT-Intensität und die Nutzung komplexer Software sowie vergangene IT-basierte und beratungsintensive Ereignisse die Inanspruchnahme von IT-Beratung. Letzteres Ergebnis deutet darauf hin, dass Berater zur Nachfrageschaffung nach Beratungsdienstleistungen beitragen. Die Legitimationsfunktion kommt bei Aktiengesellschaften zum Tragen.

Schlagworte

IT-Beratung, diskretes Entscheidungsmodell, Unternehmensdaten