Vor dem Hintergrund der Debatte über die Höhe gesamtwirtschaftlicher Investitionen vergleicht der vorliegende Bericht den Befund der Studie "Digitalisierung im Mittelstand: Status Quo, aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen" von Saam, Viete und Schiel (2016) mit der Höhe der gesamtwirtschaftlichen Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Deutschland gemäß der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Ergebnis ist, dass die gesamtwirtschaftlichen IKT-Investitionen in mittelständischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von höchstens 500 Mio. Euro jährlich etwa 16 bis 23. Mrd. Euro betragen. Diese Investitionen überschneiden sich zu etwa 5 Mrd. Euro mit den Ausgaben für Digitalisierungsprojekte gemäß der Studie. Die restlichen IKT-Investitionen fließen in Routine- und Ersatzinvestitionen. Die andere Hälfe der Digitalisierungsausgaben, die sich nicht mit den Investitionen gemäß VGR überschneiden, wird in immaterielle Komponenten der Projekte investiert, welche bisher nicht in der VGR erfasst werden. Hierzu gehören Investitionen in firmenspezifisches Wissen, Organisation und Marketing. Der Bericht verdeutlicht darüber hinaus, dass IKT-Investitionen in einer exakten Abgrenzung in der amtlichen deutschen Statistik gegenwärtig nicht veröffentlicht werden, sondern nur abgeschätzt werden können. Sie liegen in den letzten Jahren schätzungsweise bei gut 1,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und bei etwa 12 Prozent der Bruttoanlageninvestitionen (ohne F&E und Wohnbauten).