Obwohl sich Social Enterprise Software noch immer in der Einführungsphase befindet, ist sie schon jetzt eine vielversprechende Softwarelösung für Unternehmen. Diese Software verbindet Unternehmenssoftware und Soziale Software, wodurch ein neuer und bemerkenswert schneller Informationstransfer in Echtzeit entsteht, beispielsweise durch die Zusammenführung von Kooperationen, Content Sharing und Instant Messaging in eine einzige, leicht verständliche Benutzeroberfläche. Des Weiteren erlaubt Social Enterprise Software den Unternehmen Kundenbefragungen, Kommentare, Kritiken oder Benutzerprofile in sozialen Netzwerken oder Blogs zu verfolgen, was die Identifikation neuer Kunden, Marktsegmente und jüngster Trends ermöglicht. Durch das Einbeziehen und die Verarbeitung dieser speziellen Kundendaten könnte Social Enterprise Software sogar die Entwicklung neuer Produkte begünstigen, da es den Firmen, die die entsprechende Software verwenden, ermöglicht, einen Überblick über Kundenwünsche zu behalten und Kundenprofile zu entwickeln. Dieses Papier analysiert die Determinanten der Einführung von Social Enterprise Software und berücksichtigt dabei unter anderem Firmengröße, IKT-Intensität, Humankapital und die internationaleWettbewerbssituation. Die Analyse basiert auf einem aktuellen Unternehmensdatensatz bestehend aus Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors in Deutschland. Wir verwenden einen zweistufigen Ansatz durch die Anwendung eines bivariaten Probitmodells, das eine mögliche Stichprobenselektion mit einem geeigneten Ausschlusskriterium berücksichtigt. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen mit hochqualifiziertem Personal, einem großen Anteil an jungen Mitarbeitern und internationalen Aktivitäten eher Social Enterprise Software einsetzen als andere. Größere und IKT-intensivere Unternehmen, sowie innovative Unternehmen zeigen ebenfalls eine höhere Wahrscheinlichkeit zur Einführung von Social Enterprise Software. Darüber hinaus sind Dienstleistungsunternehmen vergleichsweise stärker an einer Einführung interessiert. Robustheitschecks bestätigen die Ergebnisse des bivariaten Probitmodells.

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