Für die Städte in Europa zeichnen sich zwei gegenläufige Tendenzen ab. Bestimmte Städte werden weiter wachsen, andere werden Einwohner, Arbeitsplätze und Steuerkraft verlieren. Die Autoren untersuchen, wie sich der strukturelle Wandel, die Globalisierung und die Entwicklung neuer Kommunikations- und Informationstechnologien auf die Städte auswirken. Eine Folge ist der verschärfte Standortwettbewerb. Ansatzpunkte, von denen aus Städte ihre Position verbessern können, sind zum Beispiel die Einbindung in transeuropäische Verkehrsnetze oder die Förderung innovativer Unternehmen. Umstritten ist, ob die modernen Kommunikationstechnologien und das Internet die Stadt nicht weitgehend obsolet machen werden. In einer besonderen Situation befinden sich die ostdeutschen Städte. Der Band enthält Vorschläge, wie sie sich dem Leitbild einer "lebendigen Innenstadt" annähern können. Der Band richtet sich an Stadtplaner, Architekten, Lokalpolitiker, Unternehmen, Wirtschaftswissenschaftler, Geographen und alle, die sich für die Probleme ihres Wohn- oder Standortes interessieren. Die Autoren der Beiträge sind ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Industrieökonomie, der Regionalökonomie oder der Ökonomischen Geographie aus dem In- und Ausland.

Egeln, Jürgen und H. Seitz (1998), Städte vor neuer Herausforderung, Bd. 28, Nomos, Baden-Baden.