Die Studie analysiert Ursachen von Lohnrigidititäten, darunter Tarifverträge, Effizienzlöhne, implizite Kontrakte und Insider-Outsider-Verhalten, auf der Basis einer schriftlichen Befragung von 801 Unternehmen und stellt einen Vergleich mit US-amerikanischen Ergebnissen an. Unternehmen stimmen den Erklärungsansätzen in differenzierter Art und Weise zu. Für gering qualifizierte Arbeitnehmer stellen Tarifverträge und implizite Lohnkontrakte wesentliche Ursachen für Lohnrigiditäten dar. Für Hochqualifizierte stehen Personalentwicklungskosten und für Neueinstellungen negative Signale im Vordergrund. Unternehmen sehen von Lohnsenkungen für alle Qualifikationsgruppen ab, um produktive Arbeitnehmer im Betrieb zu halten. Im Vergleich zu den USA stimmen hierzulande mehr Unternehmen den Aussagen zu, dass Tarifverträge und betriebspezifisches Humankapital Lohnrigiditäten verursachen.

Franz, Wolfgang und Friedhelm Pfeiffer (2006), Reasons for Wage Rigidity in Germany, National Bank of Belgium NBB Working paper research #101, Brüssel. Download

Schlagworte

wage rigidity, labour union contracts, efficiency wage theory, implicit contract theory, regulation of labour