Der Börsengang ist in vielen Fällen eine wichtige Exit-Option für Private Equity Investoren. Das Börsenumfeld für diese IPOs war in Deutschland nach dem Ende des Internet-Booms vielfach schwierig. In jüngerer Vergangenheit hat sich das Börsenklima für diese Neulinge deutlich positiver entwickelt. Für ausstiegswillige Investoren steigt somit der Anreiz, ihr Unternehmen für den IPO fit zu machen. Dies ist eine besondere Herausforderung, weil das Zukunftspotenzial eines Börsenneulings häufig auf seinen immateriellen Unternehmenswerten beruht. Diese müssen mess- und sichtbar gemacht werden, um das Unternehmen nicht „unter Wert“ zu verkaufen. Selbstverständlich müssen diese Bewertungsmaßnahmen im Einklang mit Bilanzierungsrichtlinien und Standards im Rahmen der Due Diligence erfolgen. Über diese zwingend notwendigen Qualitätsstandards hinaus sollte jedoch nicht vergessen werden, was das Ziel der Bewertung ist und an wen sie sich richtet. Das Potenzial des IPO-Unternehmens soll externen Finanzanalysten möglichst umfassend, kompetent und verlässlich dargestellt werden. Diese „Marktperspektive“ kann den Ansatz der Rechnungslegung keinesfalls ersetzen, jedoch um eine wichtige strategische Komponente ergänzen.