Die vielfältigen Probleme des Wirtschaftsstandorts Deutschland sind nicht mit einfachen Rezepten zu lösen. Adäquates wirtschaftspolitisches Handeln muss auf wissenschaftlich fundierte Forschungsergebnisse zurückgreifen können. In diesem Band zeigen Wirtschaftswissenschaftler/innen, die auf unterschiedliche Gebiete spezialisiert sind, aus ihrer jeweiligen Sicht Ansatzpunkte für Wirtschaftsreformen. Die Beiträge beantworten z.B. die Fragen, was man aus dem Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg für den Aufholprozess in den neuen Bundesländern hätte lernen können, wodurch Investitionen und Innovationen als Triebfedern des Wachstums bestimmt werden, ob die Löhne zu inflexibel sind, warum der Mangel an weiblichen Vorgesetzten einen Nachteil für die Wirtschaft darstellt. Außerdem geht es um die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer angesichts des zunehmenden Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien, die Evaluierung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die Dividenden der Ökologischen Steuerreform und die Integration der internationalen Finanzmärkte. Die Autoren haben ihre Erkenntnisse großenteils durch empirische Untersuchungen gewonnen. Die vermittelten Einsichten können für die Debatte über den Wirtschaftsstandort Deutschland von großem Wert sein, auch wenn nicht in jedem Fall unmittelbare wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen ableitbar sind.

Fitzenberger, Bernd, Werner Smolny und Peter Winker (2004), Herausforderungen an den Wirtschaftsstandort Deutschland, Bd. 72, Nomos Verlag, Baden-Baden.

Autoren

Fitzenberger, Bernd
Smolny, Werner
Winker, Peter

Schlagworte

Wirtschaftsstandort; Deutschland; Reformen