Die Bedeutung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) als Triebfeder für Produktivität undWettbewerbsfähigkeit ist mittlerweile unumstritten. Ein Blick auf die Makroebene zeigt, dass der Beitrag von IKT zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Zeitraum von 2000 bis 2005 zwar immer noch positiv ist, jedoch im Vergleich zum Zeitraum 1995 bis 2000 in fast allen OECD-Ländern deutlich abgenommen hat. Dagegen ist die Arbeitsmarktpartizipation Älterer zwischen 2000 und 2005, nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung, deutlich gestiegen. Im vorliegenden Papier gehen wir der Fragestellung nach, ob eine alternde Belegschaft mit der effzienten Nutzung von IKT in Konikt steht. Hierzu nehmen wir eine Mikroperspektive ein und untersuchen Unternehmensdaten aus dem verarbeitenden Gewerbe und aus Dienstleistungssektoren in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass ältere Beschäftigte ab 50 nicht weniger produktiv sind als ihre jüngeren 30- bis 49-jährigen Kollegen. Dagegen weisen Beschäftigte, die jünger als 30 sind, eine signifikant geringere Produktivität auf als die 30- bis 49- Jährigen. Ältere Computernutzer erweisen sich als signifikant produktiver als ältere Nicht-Computernutzer. Des Weiteren finden wir, dass der positive und signifikante Zusammenhang zwischen der Arbeitsproduktivität und der IT-Intensität der Unternehmen nicht vom Anteil älterer Beschäftigter beeinträchtigt wird. In einem weiteren Schritt berücksichtigen wir, dass ein Unternehmen nur die produktivsten älteren Mitarbeiter beschäftigen könnte, während weniger produktive das Unternehmen und den Arbeitsmarkt aktiv oder passiv, beispielsweise mittels Frühverrentung, vorzeitig verlassen. Diese Analysen bestätigen die zuvor gefundenen Ergebnisse, dass ältere Mitarbeiter die Arbeitsproduktivität auf Unternehmensebene nicht beeinträchtigen.

Schlagworte

labour productivity, information technology, older workers