In diesem Arbeitspapier werden praktische Fragen der Einführung und des Designs von Emissionshandelssystemen diskutiert. Nach einer kurzen Einleitung in die Theorie des Emissionshandels werden praktische Anforderungen zur Einführung eines Emissionshandelssystems näher beleuchtet, etwa räumliche sowie zeitliche oder administrative Anforderungen an ein Emissionshandelssystem.

Derzeit ist das EU Emissionshandelssystem (EU EHS) das größte nationale Handelssystem für Treibhausgasemissionen. Ziel ist es den Treibhausgasausstoß bis 2020 um 21 Prozent im Vergleich zum Niveau von 2005 zu reduzieren. Wegen der großen Bedeutung des EU EHS werden seine wichtigsten Designelemente sowie der Prozess seiner Einführung näher beleuchtet.

Abschließend wird der Einfluss des EU EHS auf regulierte Unternehmen diskutiert. Dazu wird auf Ergebnisse von Unternehmensbefragungen zurückgegriffen, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) gemeinsam mit der KfW Bankengruppe durchgeführt hat.

Wie die Umfragen zeigten, werden CO2-Minderungen derzeit vor allem über Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erreicht. Zu größeren Emissionsminderungen dürfte es im Zuge von Ersatzinvestitionen erst im Zeitraum von 2020 bis 2030 kommen. Auch wenn die Mehrzahl der regulierten Unternehmen gegenwärtig über einen Überschuss an frei zugeteilten Emissionsrechten verfügt, nützen derzeit etwa die Hälfte der Unternehmen die Möglichkeit zum Handel mit Emissionsrechten. Im Hinblick auf zukünftige Treibhausgasregulierung besteht seitens der Unternehmen große Unsicherheit, etwa in Hinblick auf die freie Zuteilung ab 2013, aber auch in Hinblick auf das allgemeine Ausmaß und die Art der zukünftigen Regulierung in Europa und darüber hinaus.

Schlagworte

Emissions Trading, Low Carbon Economy, EU ETS