Der Aufsatz anaylsiert die ökonomischen Implikationen der Konkretisierungen des Kioto Protokolls wie sie auf den Vertragsstaatenkonferenzen von Marrakesch und Bonn vereinbart wurden, insbesondere die Anrechenbarkeit von Khlenstofsenken und den unrestringierten Zertifikatehandel. Im Rahmen eines rechenbaren allgemeinen Gleichgewichtsmodells wird gezeigt, dass das Kioto Protokoll in seiner aktuellen Fassung kaum vom Business-as-usual Szenario abweicht. Die logische Implikation dieser Aussage ist, dass einerseits zwar keine nenneswerten volkswirtschaftlichen Kosten mehr mit der Implementierung des Vertrages verbunden sind, andererseits aber auch die ökologische Effektivität nunmehr nahe bei Null liegt.

Vogt, Carsten und Christoph Böhringer (2003), Das Kioto-Protokoll: Eine Bestandsaufnahme aus ökonomischer Sicht, in: Jahrbuch für Ökologische Ökonomik, Bd. 3, Metropolis, Marburg, 237-250.

Schlagworte

Klimapolitik, internationale Umweltpolitik, Kioto-Protokoll, rechenbares Gleichgewichtsmodell