Jahrg. 24 · Nr. 13 · Januar 2017

Die Innovationsausgaben der Wasserversorgungs-, Entsorgungs- und Recyclingbranche steigen seit dem Jahr 2012 kontinuierlich an und erreichten 2015 mit 0,60 Mrd. € den höchsten Stand seit dem Jahr 2007. Gegenüber dem Vorjahr wurden die Innovationsbudgets um rund 70 Mio. € (+13 %) erhöht.
Der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen nahm im Jahr 2015 von 10 auf 9 % leicht ab. Die Wasserver- und Abwasserentsorgung konnte durch Prozessinnovationen die Kosten um 0,9 % senken (2014: 1,0 %), bei Entsorgung und Recycling konnten 1,7 % (2014: 2,7 %) verbucht werden. Marktneuheiten sind in der Branche traditionell selten anzutreffen. Der Anteil der Unternehmen mit solchen Neuheiten ging auf 1 % (2014: 2 %) zurück. Der Umsatzanteil von Marktneuheiten lag 2015 bei 0,1 %, dem niedrigsten Wert seit 2006.
Der insgesamt mit neuen Produktangeboten erzielte Umsatzanteil stieg leicht von 3,2 auf 3,4 %. Dies ist der niedrigste Wert im Branchenvergleich. Die Kosteneinsparungen durch Prozessinnovationen sanken um 0,8 Prozentpunkte auf 1,5 % (2014: 2,3 %). Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen erfuhr eine Steigerung und lag bei 1,6 % (2014: 0,9 %). Der traditionell sehr niedrige Anteil von Unternehmen mit Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konnte 2015 einen Zuwachs um 4 Prozentpunkte auf 12 % verzeichnen. Dennoch betrieben nur 5 % der Unternehmen FuE kontinuierlich.
Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen lag 2015 bei 30 %. 14 % dieser Unternehmen beschäftigten sich ausschließlich mit Prozessinnovationen, 8 % nur mit Produktinnovationen. Die Zahl der innovativ tätigen Unternehmen wird 2016 fallen: 23 % planten fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 2 % waren noch unsicher. Vor allem Produktinnovationen werden zurückgestellt. 2017 wollen 18 % der Unternehmen in jedem Fall Innovationsvorhaben vorantreiben, weitere 7 % waren noch nicht entschieden. 2017 sind weniger Prozessinnovationsaktivitäten als 2016 geplant.