Jahrg. 24 · Nr. 10 · Januar 2017

Der Fahrzeugbau bleibt die innovationsstärkste Branche der deutschen Wirtschaft. Keine andere Branche gibt mehr für Innovationen aus und erzielt höhere Erlöse mit neuen Produkten. Im Jahr 2015 zeigten die meisten Innovationsindikatoren nach oben.
Die Innovationsausgaben erreichten 2015 mit 51,1 Mrd. € (+9 % gegenüber 2014) ein neues Rekordniveau. Der Zuwachs wurde ausschließlich vom Automobilbau getragen. 2016 sollen die Innovationsbudgets weiter auf 52,1 Mrd. € und 2017 auf 54,0 Mrd. € zunehmen.
Die Innovationsausgaben als Anteil des Umsatzes blieben 2015 mit 9,9 % auf dem Wert des Vorjahres. Der Umsatzanteil mit neuen Produkten betrug 2015 47,8 %. Dies ist ein Anstieg gegenüber 2014 (46,9 %) und der höchste Wert im Branchenvergleich.
Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, hat im Jahr 2015 stark von 55 auf 64 % zugenommen. Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten fiel allerdings von 25 auf 19 %. Dagegen stieg der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen um 12 Prozentpunkte auf 29 % deutlich an. Die durchschnittliche  Stückkostensenkung aufgrund von Prozessinnovationen erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 4,7 %. Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen nahm 2015 deutlich auf 2,5 % zu, nachdem 2014 nur 1,4 % erreicht worden waren.
Die FuE-Aktivitäten blieben branchenüblich hoch. Der Anteil der kontinuierlich FuE betreibenden Unternehmen stieg von 29 auf 32 %. Der Anteil der gelegentlich forschenden Unternehmen erhöhte sich geringfügig von 9 auf 10 %. Für die positive Entwicklung ist der Schiffs-, Bahn- und Flugzeugbau verantwortlich.
Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen wird (nach 69 % im Jahr 2015) im Jahr 2016 voraussichtlich fallen. 54 % der Unternehmen planten fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 15 % waren noch unsicher. Auch für 2017 ist ein Rückgang wahrscheinlich: 50 % wollen sicher in Innovationsprojekte investieren, 20 % waren noch unsicher.