Jahrg. 23, Nr. 7, Januar 2016

Die Hersteller von Metallen und Metallwaren konnten sich 2014 einer insgesamt positiven Entwicklung ihrer Branche erfreuen. Dies zeigt sich auch in den zunehmenden Innovationsaktivitäten. Die Innovatorenquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozentpunkte auf 41 %. Der Anteil der Prozessinnovatoren mit Kostensenkungen nahm ebenfalls zu und lag 2014 bei 17 % (2013: 11 %). Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten blieb bei 8 % konstant. In der Metallerzeugung betrug die Innovatorenquote im Jahr 2014 34 % und lag damit deutlich unter dem Wert der Metallwarenindustrie (42 %). Die Innovationsausgaben fielen im Berichtsjahr 2014 kräftig auf 4,60 Mrd. €. 2013 hatten die Unternehmen der Metallerzeugung und Metallwarenindustrie noch 5,60 Mrd. € für Innovationsprojekte bereitgestellt. Besonders stark gingen die Investitionen für innovative Anlagen zurück. Gemessen am Umsatz erreichten die Innovationsausgaben 2,1 % (2013: 2,5 %). Im Branchenvergleich ist das ein mittlerer Wert. Der Umsatzanteil von Nachahmerinnovationen fiel um 1,2 Prozentpunkte auf 7,8 %. Der Umsatzbeitrag von Marktneuheiten stieg leicht an und erreichte 2,3 %. Eine gesamte Neuproduktquote von 10,1 % bedeutet im Branchenvergleich einen Mittelfeldplatz. Durch Prozessinnovationen konnte die Branche ihre Stückkosten im Durchschnitt um 2,7 % senken (2013: 2,6 %). Besonders hoch waren die Rationalisierungserfolge mit 3,4 % Kosteneinsparung in der Metallerzeugung. Der Anteil der kontinuierlich forschenden Unternehmen erhöhte sich leicht auf 13 %. Die Planzahlen zeigen für 2015 einen weiteren Anstieg der Innovationsausgaben auf 4,91 Mrd. €. 2016 sollen die Innovationsbudgets um rund 0,1 Mrd. € zurückgenommen werden. Die Innovationsbeteiligung dürfte 2015 stabil bleiben, 2016 jedoch sinken. Nur 32 % planen für dieses Jahr fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 15 % waren noch unsicher.