Jahrg. 22, Nr. 5, Januar 2015

Die Gummi und Kunststoff verarbeitende Industrie zeigte in Bezug auf ihre Innovationsleistung ein eher schwaches Jahr 2013. Die Innovationsausgaben sanken von 2,08 Mrd. € (2012) auf 1,88 Mrd. €. Die Innovatorenquote nahm um vier Prozentpunkte auf 49% ab. Besonders stark ging der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen zurück (von 25 auf 14%). Der Anteil der Unternehmen, die mit Hilfe von Prozessinnovationen die Produktqualität verbessert haben, fiel von 22% auf 16%. Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten lag dagegen unverändert bei 20%. Ein Rückgang war allerdings beim Anteil der Unternehmen mit Sortimentsneuheiten festzustellen (18% in 2013, nach 24% in 2012). Der Anteil der Innovationsausgaben am Branchenumsatz (Innovationsintensität) erreichte 2013 einen Wert von 2,4% und liegt damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Damit gehört die Gummi- und Kunststoffverarbeitung zu den durchschnittlich innovativen Branchen der deutschen Wirtschaft. Der mit Marktneuheiten generierte Umsatzanteil stieg von 2,0% auf 2,7%. Eben-falls um 0,7 Prozentpunkte konnte der Umsatzbeitrag von Nachahmerinnovationen erhöht werden (2013: 10,5%). Durch Qualitätsverbesserungen erreichte die Branche Umsatzsteigerungen von 2,6% und damit fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Prozess-innovationen trugen darüber hinaus zu Stückkostensenkungen von 2,3% bei (2012: 3,1%). Der Anteil der Unternehmen mit kontinuierlicher FuE ging im zweiten Jahr in Folge auf nunmehr 19% zurück. Für 2014 planten die Unternehmen mit annähernd konstanten Innovationsbudgets (1,90 Mrd. €). 2015 ist ein geringer Zuwachs auf 1,94 Mrd. € vorgesehen. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte 2014 deutlich auf 48-50% sinken (2013: 53%). Für 2015 planten 48% fest mit der Umsetzung von Innovationsaktivitäten, weitere 10% waren noch unsicher.