Jahrg. 22, Nr. 4, Januar 2015

Die Innovationsausgaben der Chemie- und Pharmaindustrie erreichten 2013 mit 15,0 Mrd. € ein neues Rekordniveau und stiegen im Vorjahresvergleich um 0,8 Mrd. € (+5 %) an. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) nahm von 6,9 auf 7,2% zu, wobei die Pharmaindustrie mit 16,5% einen deutlich höheren Wert als die Chemieindustrie (4,3%) aufweist. Während die Innovationsintensität der Chemieindustrie leicht zurückging, erhöhte die Pharmaindustrie ihren Wert um 2,0 Prozentpunkte. Die Innovatorenquote, d.h. der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben, stieg auf 76% (2012: 71%). Gleichzeitig stieg auch der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten um 4 Prozentpunkte auf 37%. Der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen nahm leicht von 19 auf 20% zu. Der Anteil der Unternehmen mit kontinuierlichen FuE-Aktivitäten stieg von 57% auf 60%. Höher lag auch der Anteil der Unternehmen, die sich nur anlassbezogen mit FuE befassen (+3 Prozentpunkte auf 17%). Die Innovationserfolge nahmen im Berichtsjahr 2013 ebenfalls zu. Der Umsatz, der mit Produktneuheiten generiert wurde, stieg von 14,9 auf 16,1%. Marktneuheiten trugen 4,9% zum Umsatz bei (2012: 4,8%). Der Kostensenkungsanteil durch Prozessinnovationen lag mit 3,0% allerdings um 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Für 2014 und 2015 lassen die Planzahlen eine weitere Zunahme der Innovationsausgaben auf 15,3 Mrd. € in 2014 und 15,6 Mrd. € in 2015 erwarten. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2014 weiter leicht steigen. Für 2015 ist jedoch mit einem Rückgang der Innovationsbeteiligung zu rechnen. Nur 71% der Unternehmen planen fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 6% sind noch unsicher.