Jahrg. 22, Nr. 20, Januar 2015

Die Beratungs- und Werbebranche gehörte 2013 mit einer Innovationsintensität von 1,3% zu den weniger innovativen Branchen in Deutschland. Die Innovationsausgaben stiegen gleichwohl von 0,83 Mrd. € (2012) auf 0,96 Mrd. € im Jahr 2013. 2014 sollen die Innovationsbudgets dann wieder auf 0,84 Mrd. € zurückgenommen werden. Für 2015 ist ein geringfügiger Anstieg auf 0,87 Mrd. € geplant. Die Innovatorenquote (Anteil der Unternehmen mit Produkt- oder Prozessinnovationen) sank in fast allen Bereichen der Branche. Lediglich in der Werbung blieb sie mit 44% konstant. In der Wirtschafts-, Steuer- und Rechtsberatung ging die Innovatorenquote von 27 auf 24% zurück. Auch die Unternehmensberatung verzeichnete einen deutlichen Rückgang um 5 Prozentpunkte auf 48%. Die Erfolgsindikatoren von Prozessinnovationen entwickelten sich 2013 unterschiedlich: Der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen sank von 1,8 auf 1,3%. Der Kostensenkungsanteil stieg hingegen leicht von 0,7 auf 0,8%. Der Umsatzanteil mit neuen Produkten fiel gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt auf 6,3%. Dies lag vor allem am deutlich geringeren Umsatzanteil mit Marktneuheiten, der sich gegenüber dem Vorjahr mehr als halbierte und nur noch bei 0,7% lag. Der Umsatzanteil mit Nachahmerinnovationen blieb hingegen mit 5,6% nur geringfügig unter dem Vorjahreswert. Der Anteil der Unternehmen, die eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aufweisen, erhöhte sich 2013 auf 16% (2012: 13%). Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte 2014 bestenfalls auf dem niedrigen Niveau von 2013 (32%) konstant bleiben. So planten für 2014 lediglich 26% der Unternehmen fest mit Innovationsaktivitäten, weitere 6% waren noch unsicher. 2015 wollen 24% Innovationsvorhaben umsetzen, weitere 10% waren noch unentschieden. Insgesamt stehen 2014 und 2015 Prozessinnovationen im Vordergrund.