Jahrg. 21, Nr. 6, Januar 2014

Die Hersteller von Glas-, Keramik-und Steinwaren in Deutschland hielten sich im Jahr 2012 bei Innovationsaktivitäten etwas zurück. Vor allem Erfolge durch Kostensenkungen dominieren das Bild. Die Innovationsausgaben stiegen, wie in den letzten Jahren, weiter leicht an und erreichten 2012 1,16 Mrd. € (2011: 1,12 Mrd. €). Mit einem Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz von 2,6% lag die Branche auf dem Vorjahresniveau. Die Innovatorenquote nahm von 43% auf 41% leicht ab. Gleichzeitig setzten die Unternehmen vermehrt auf Prozessinnovationen. Der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen stieg im Berichtsjahr auf 12% (2011: 9%), 14% (2011: 12%) führten qualitätsverbessernde Prozessinnovationen ein. Als Ergebnis stiegen auch die direkten Erträge dieser Innovationen. Die erzielte Stückkostensenkung konnte von 2,0% auf 2,9% gesteigert werden, der Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen betrug 2012 2,8% (2011: 1,9%).Der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten ging dagegen von 22% auf 17% zurück, der Umsatzanteil von Produktinnovationen fiel auf unter 10%. Der Anteil der Unternehmen, die kontinuierlich FuE betrieben, ging 2012 auf 15% zurück (2011: 19%). Gleichzeitig befassten sich mehr Unternehmen anlassbezogen mit FuE, der Anteil der gelegentlich forschenden Unternehmen stieg von 13% auf 19%. Für 2013 und 2014 planen die Unternehmen der Glas-, Keramik-und Steinwarenindustrie mit höheren Innovationsbudgets. Die Innovationsausgaben sollen 2013 auf 1,29Mrd. € und 2014 auf 1,41 Mrd. € zunehmen. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2013 auf zumindest 49% ansteigen. Für 2014 sind die Unternehmen weniger optimistisch. Nur 34% werden sicher Innovationsaktivitäten durchführen. Ein bemerkenswert hoher Anteil von 26% der Unternehmen war Mitte 2013 noch unsicher, ob sie sich im Jahr 2014 mit Innovationen befassen werden.