Jahrg. 21, Nr. 17, Januar 2014

2012 war ein schwieriges Jahr für die Finanzdienstleistungsbranche in Deutschland. Die Lage im Bereich Innovation ist uneinheitlich. Die Innovationsausgaben stiegen 2012 um 0,35 Mrd. € auf 5,05 Mrd. €. Gemessen am Branchenumsatz (Bruttozins-, Bruttoprovisionserträge, Bruttobei-tragseinnahmen) entsprach dies einem Anteil von 0,5%. Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben (Innovatorenquote), ging um vier Prozentpunkte auf 48% zurück. Der Umsatzanteil mit neuen Produkten brach von 12,8% (2011) auf 6,1% im Jahr 2012 ein. Während der Beitrag von Marktneuheiten mit 2,1% stabil blieb, rutschte der Umsatzanteil von Nachahmerinnovationen von 9,7% auf 4,1% ab, insbesondere im Bereich der Versicherungen und Makler. Der Kostensenkungsbeitrag durch Prozessinnovationen ging um 1,4 Prozentpunkte auf 4,0% zurück. Die hohen Erfolge im Bereich von Qualitätsverbesserungen im Jahr 2011 konnten nicht wiederholt werden. Der Umsatzanstieg durch höhere Dienstleistungs-und Produktqualität fiel von 3,4% auf 1,6%. Der Anteil der Unternehmen mit FuE-Aktivitäten lag im Jahr 2012 bei nur 12%, während 2011 noch 20% FuE-aktiv waren. Vor allem Unternehmen mit nur gelegentlichen Aktivitäten stellten FuE-Maßnahmen ein (2012: 3%, nach 9% in 2011). Der Anteil der kontinuierlich forschenden Unter-nehmen sank von 11% auf 9%. 2013 und 2014 sollen die Innovationsaktivitäten wieder zunehmen. Die Innovationsbudgets sollen 2013 5,82 Mrd. € erreichen und 2014 weiter auf 5,99 Mrd. € anwachsen. Für 2013 planten 45% der Unternehmen fest mit der Durchführung von Innovationsaktivitäten (2012: 44%), weitere 11% waren noch unentschieden. Für 2014 ist die Lage schwer einschätzbar. Während 39% fest mit Innovationsaktivitäten planen, waren 20% der Unternehmen noch unsicher, ob sie in neue Produkte und Verfahren investieren werden.