Jahrg.20, Nr. 16, Januar 2013

Die wirtschaftliche Entwicklung der Mediendienstleistungen war im Jahr 2011 uneinheitlich. Während Druckereien und Verlage moderate Umsatzzuwächse verzeichneten, konnten die Filmproduktions- und Rundfunkunternehmen nicht vom Aufschwung nach der Wirtschaftskrise profitieren, sodass deren Umsätze stagnierten bzw. leicht rückläufig waren. Die Innovationsaktivitäten entwickelten sich 2011 für die gesamte Branche ungünstig. Erstmals haben weniger als die Hälfte der Unternehmen neue Produkte oder Prozesse eingeführt. Die Innovatorenquote sank um neun Prozentpunkte auf 43%. Damit einher ging ein deutlicher Rückgang des Anteils der Unternehmen mit Marktneuheiten von 16% in 2010 auf 6% im Jahr 2011. Die Innovationsausgaben der Mediendienstleistungen nahmen 2011 um 0,39 Mrd. € ab und lagen bei 1,55 Mrd. €. Gemessen am Branchenumsatz machten sie einen Anteil von 2,0% aus (2010: 2,4%). Sowohl die mit Marktneuheiten als auch die mit Nachahmerinnovationen erzielten Umsatzanteile waren im Berichtsjahr rückläufig. Demgegenüber entwickelten sich die prozessseitigen Innovationserfolge positiv. Qualitätsverbesserungen führten zu einem Umsatzanstieg von 1,6% (2010: 1,2%). Die durch Prozessinnovationen erzielten Kosteneinsparungen stiegen um einen Prozentpunkt auf 2,7% und erreichten somit annähernd das Niveau von 2009. Für 2012 und 2013 planten die Unternehmen eine Erhöhung der Innovationsausgaben auf 1,68 Mrd. € bzw. 1,71 Mrd. €. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2012 auf über 48% steigen und ein Jahr später mit 43% zumindest das Niveau von 2011 erreichen. Zudem waren sich noch 10% der Unternehmen unsicher, ob sie im Jahr 2012 Innovationsprojekten durchführen werden. Für 2013 liegt der Anteil der unsicheren Unternehmen bei 11%.