Jahrg. 20, Nr. 5, Januar 2013

Mit dem hohen Umsatzwachstum im Jahr 2011 hat die Gummi- und Kunststoffverarbeitung das Vorkrisenniveau weit übertroffen. Mit dem verbesserten Geschäftsklima ging eine deutliche Ausweitung der Innovationsausgaben einher, die von 1,79 Mrd. € in 2010 auf 2,08 Mrd. € in 2011 stiegen. Die Innovationsbudgets wurden stärker als der Umsatz erhöht, sodass der Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz (Innovationsintensität) um 0,2 Prozentpunkte auf 2,6% zunahm. Die Innovatorenquote blieb bei 62% konstant. Während der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten von 31% auf 23% zurückging, stieg der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen von 22% auf 34%. Der Anteil der Unternehmen mit kontinuierlichen internen FuE-Aktivitäten erreichte 2011 mit 25% einen neuen Spitzenwert. Der Anteil der gelegentlich forschenden Unternehmen nahm ebenfalls zu und liegt nun bei 21%. Der mit neuen Produkten generierte Umsatzanteil fiel 2011 um auf 12,9% (2010: 16,1%). Dies zeigt, dass das Umsatzwachstum primär auf höhere Absatzzahlen von alten Produkten zurückzuführen ist. Durch qualitätsverbessernde Prozessinnovationen konnte 2011 ein Umsatzanstieg von 2,5% erreicht werden, nach 1,8% in 2010. Gleichzeitig trugen neue Verfahren zu Kostensenkungen von 3,5% bei. Dies ist ein deutlich Anstieg gegenüber 2010 (2,7%) und entspricht dem Niveau von 2008. Für 2012 ist mit einer Zunahme der Innovationsbeteiligung der Unternehmen zu rechnen. Vor allem der Anteil der Unternehmen, die gleichzeitig Produkt- und Prozessinnovationen vorantreiben, dürfte merklich zulegen. Für 2013 zeichnet sich eine leicht rückläufige Innovationsbeteiligung bei einem hohen Anteil noch unsicherer Unternehmen ab. Die Innovationsausgaben werden 2012 voraussichtlich leicht auf 1,98 Mrd. € sinken. Für 2013 lassen die Planzahlen einen weiteren leichten Rückgang auf 1,93 Mrd. € erwarten.