Jahrg. 19, Nr. 15, Januar 2012

Nach dem Krisenjahr 2009 stabilisierte sich 2010 die wirtschaftliche Situation im Transportgewerbe sowie bei den Postdienstleistungen und ein Großteil der Branche konnte wieder steigende Umsatzzahlen vermelden. Auch bei den Innovationsindikatoren zeichnete sich ein überwiegend positives Bild ab. Die Innovationsausgaben wurden deutlich um 0,88 Mrd. € auf insgesamt 6,15 Mrd. € erhöht. Gemessen am Umsatz machten sie einen Anteil von 2,4% aus (2009: 2,2%). Branchenintern erwies sich der Landverkehr erneut als innovationsintensivster Bereich mit einer Quote von 5,0%. Höheren Innovationsausgaben der gesamten Branche stand 2010 eine niedrigere Innovatorenquote gegenüber. Der Anteil der Unternehmen, die zumindest eine Produkt- oder Prozessinnovation eingeführt haben, lag nur noch bei 23% (-3 %-Punkte). Demnach war die Innovationstätigkeit in der Branche stärker konzentriert als im Vorjahr. Der Umsatzanteil, der durch neu eingeführte Dienstleistungsangebote erzielt werden konnte, stieg auf 8,5%. Die Zunahme um 2,7 Prozentpunkte basierte in erster Linie auf Nachahmerinnovationen, aber auch die Umsätze mit Marktneuheiten entwickelten sich günstig bei einem Anteil von nun 1,4% (2009: 0,8%). Mit Hilfe von Prozessinnovationen wurden Kosteneinsparungen von 2,9% erreicht. Der kontinuierliche Anstieg dieses Wertes in den letzten drei Jahren weist auf verstärkte Rationalisierungsanstrengungen der Branche hin. Qualitätsverbesserungen führten 2010 zu einem Umsatzanstieg von 1,8% (2009: 1,5%). Die Innovationsausgaben sollen 2011 auf 6,41 Mrd. € erhöht werden und ein Jahr später wieder auf das Niveau des Vorjahres zurückgehen. Die Innovationsbeteiligung dürfte 2011/2012 deutlich sinken von 37% im Berichtsjahr auf 23% in 2011 und 20% in 2012, insbesondere zu Lasten von Produktinnovationen. Weitere 8% (2011) bzw. 9% (2012) der Unternehmen waren sich bezüglich ihrer Innovationsaktivitäten in den Jahren 2011 und 2012 noch unsicher.