Jahrg. 19, Nr. 16, Januar 2012

Die Konjunktur der Mediendienstleistungen (Druckereien und Verlage sowie Filmindustrie und Rundfunk) erholte sich 2010 nach dem Krisenjahr 2009 nur zögerlich. Die Abhängigkeit von den Werbeausgaben der Wirtschaft und die zunehmende Verschiebung der Werbeetats hin zu den elektronischen Medien stellen einen großen Teil der Branche vor erhebliche Herausforderungen. Die uneinheitliche wirtschaftliche Lage spiegelte sich in den Innovationsaktivitäten der Unternehmen wider. Nachdem im Vorjahr insbesondere die Druckereien und Verlage erfolgreich Produkt- oder Prozessinnovationen einführen konnten, hatten 2010 Film und Rundfunk einen höheren Innovatorenanteil vorzuweisen. Im Branchenmittel betrug die Innovatorenquote 53%, nach 52% im Jahr 2009. Die gesamten Innovationsausgaben nahmen 2010 um 0,17 Mrd. € ab und lagen bei 1,96 Mrd. €. Während Druckereien und Verlage ihre Innovationsbudgets auf 1,10 Mrd. € erhöhten, gingen sie bei Film und Rundfunk deutlich auf 0,86 Mrd. € zurück. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) der Mediendienstleistungen betrug 2010 2,3% (2009: 2,5%). Der mit Produktneuheiten erzielte Umsatzanteil stieg um 2,3 Prozentpunkte auf 10,8%. Die prozessseitigen Innovationserfolge waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig, mit einer durchschnittlichen Kosteneinsparung von nur noch 1,7% und einem Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen von 1,3%. Für 2011 planten die Unternehmen eine Erhöhung der Innovationsausgaben auf 2,02 Mrd. €. 2012 sollen diese auf 1,87 Mrd. € fallen. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2011/12 sinken. Nach einer Innovationsbeteiligung von 52% 2010 planten für 2011 nur 46% der Unternehmen sicher Innovationsprojekte durchzuführen. Für 2012 sinkt diese Quote weiter auf 40%.