Jahrg. 18, Nr. 5, Januar 2011

Der deutliche Umsatzrückgang in der Gummi und Kunststoff verarbeitenden Industrie im Jahr 2009 spiegelte sich auch in deren Innovationsaktivitäten wider. Die Innovationsausgaben gingen von 1,88 Mrd. € in 2008 auf 1,69 Mrd. € im Berichtsjahr zurück. Die Innovatorenquote nahm um sechs Prozentpunkte auf 57% ab. Parallel dazu sank der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten auf 19% im Jahr 2009 und der Anteil der Unternehmen mit qualitätsverbessernden Prozessinnovationen (2009: 21%). Der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen blieb bei 24% annähernd konstant. Da die Abnahme des Innovationsbudgets in der Branche nicht so deutlich ausfiel wie der Umsatzrückgang, stieg der Anteil der Innovationsausgaben am Gesamtumsatz (Innovationsintensität) leicht an und erreichte 2009 einen Wert von 2,7%. Somit lag die Gummi und Kunststoff verarbeitende Industrie fast genau im Branchendurchschnitt des verarbeitenden Gewerbes. Der mit neuen Produkten generierte Umsatzanteil verringerte sich leicht auf 13,8% (2008: 14,4%), wobei die Umsätze mit Nachahmerinnovationen deutlich abnahmen. Der Umsatzanteil mit Marktneuheiten konnte dagegen leicht auf 4,5% (2009) erhöht werden. Durch qualitätsverbessernde Prozessinnovationen erreichte die Branche Umsatzsteigerungen von 2,5%. Dies waren 1,1 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die Unternehmen planten für 2010/11 ihre Innovationsaktivitäten zu erhöhen. Die Innovationsausgaben sollen 2010 auf 1,76 Mrd. € und 2011 weiter auf 1,82 Mrd. € steigen. Der Anteil innovativ tätiger Unternehmen dürfte sich dank einer erheblichen Zunahme der Anzahl der Unternehmen, die im Jahr 2010 sowohl Produkt- als auch Prozessinnovationen vorantreiben wollen, auf rund 65% erhöhen. Im Jahr 2011 sollte die Innovationsbereitschaft stabil bleiben.