Jahrg. 18, Nr. 12, Januar 2011

2009 war für die Energieversorgung, den Bergbau und die Mineralölverarbeitung ein schwieriges Jahr. Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der Branche war infolge der Wirtschaftskrise rückläufig. 35% der Unternehmen versuchten, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Einführung neuer Produkte oder Prozesse zu behaupten. Branchenintern konnte die Mineralölverarbeitung die mit Abstand höchste Innovatorenquote von 73% verzeichnen. Die Innovationsausgaben nahmen gegenüber dem Vorjahr leicht auf 3,16 Mrd. € zu. Bezogen auf den Branchenumsatz machten sie aber nur 0,76% aus (2008: 0,71%). In den Jahren 2010 und 2011 sollen die Innovationsbudgets erheblich auf 3,70 Mrd. € und 3,83 Mrd. € steigen. Der mit Produktneuheiten generierte Umsatzanteil lag bei 5,8% (2008: 6,2%) und beruhte fast ausschließlich auf Nachahmerinnovationen. In der Teilbranche der Mineralölverarbeitung fiel der Produktinnovationserfolg mit einem Umsatzanteil von 18,1% deutlich höher aus, aber auch hier spielten Marktneuheiten kaum eine Rolle. 2009 führten Prozessinnovationen in der Branche zu Kosteneinsparungen von 3,2%. Dies war geringfügig mehr als im Vorjahr (3,1%). Die Mineralölverarbeitung war unter den Teilbranchen mit Kosteneinsparungen von 4,6% am erfolgreichsten. Für 2010/2011 ist mit einem Anstieg der Innovationsbeteiligung in der Branche zu rechnen. 37% der Unternehmen planten für 2010 fest mit der Durchführung von Innovationsprojekten. Der Fokus liegt dabei primär auf Prozessinnovationen. Für 2011 sahen 38% der Unternehmen Innovationsaktivitäten vor. Weitere 6% (2010) bzw. 11% (2011) waren sich zum Befragungszeitpunkt Mitte 2010 noch unsicher.