Jahrg. 17, Nr. 3, Januar 2010

Die Holz- und Papierindustrie blickte mit Umsatzrückgängen in beiden Teilbranchen auf ein schwieriges Jahr 2008 zurück. Die ungünstige wirtschaftliche Entwicklung spiegelte sich auch in den Innovationsaktivitäten wider. Die Innovatorenquote stieg 2008 zwar auf 50%, allerdings ging gleichzeitig der Anteil an Unternehmen mit Marktneuheiten bzw. mit kostensenkenden Prozessinnovationen auf jeweils 14% zurück. Die Innovationstätigkeit fokussierte in 2008 vor allem auf Nachahmerinnovationen und Prozessverbesserungen. Der Anteil der kontinuierlich forschenden Unternehmen ging zurück, während eine größere Zahl von Unternehmen gelegentlich FuE betrieb. Die Innovationsaufwendungen brachen gegenüber 2007 um ein Fünftel ein und betrugen 2008 nur noch 1,0 Mrd. €. Mit einer Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) von lediglich 1,5% (2006: 2,3%, 2007: 2,0%) gehört die Holz- und Papierindustrie mittlerweile zu den wenig innovationsintensiven Branchen. 10,6% des Branchenumsatzes im Jahr 2008 gingen auf Produktneuheiten zurück. Dies ist der niedrigste Wert unter allen Industriebranchen. Qualitätsverbesserungen durch neue Verfahren führten 2008 zu Umsatzzuwächsen von 3,0%, während der Kostensenkungsanteil durch Prozessinnovationen mit 2,3% auf Vorjahresniveau blieb. Die Planzahlen für 2009/10 lassen einen weiteren Rückgang der Innovationsaktivitäten erwarten. Die Innovationsausgaben sollen 2009 auf 0,87 Mrd. € und 2010 weiter auf 0,83 Mrd. € sinken. Der Anteil der innovationsaktiven Unternehmen dürfte 2009 dramatisch auf nur mehr 30% fallen (2008: 56%), für 2010 ist keine Erholung in Sicht. Vor allem Produktinnovationsaktivitäten sollen zurückgefahren werden.