In der Umfrage vom Januar 2018 (02. – 11.01.2018) steigen die Konjunkturerwartungen für China wieder an. Der CEP-Indikator steht nun bei 1,1 Punkten. Im Dezember 2017 lag er noch bei einem Wert von minus 10,7 Punkten. Der CEP-Indikator, der die Konjunkturerwartungen internationaler Finanzmarktexperten/-innen für China auf Sicht von zwölf Monaten wiedergibt, liegt allerdings immer noch unterhalb des langfristigen Durchschnitts von 5,0 Punkten. Ein Abwärtstrend der Erwartungen ist allerdings nicht zu erkennen. Die Erwartungen schwanken seit etwa 2014 vielmehr um den relativ konstanten Mittelwert.

Der CEP-Indikator steigt in der Januar-Umfrage und liegt aktuell bei 1,1 Punkten.
Der CEP-Indikator steigt in der Januar-Umfrage und liegt aktuell bei 1,1 Punkten.

Bei den Punktprognosen zum Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) fällt eine leichte Korrektur nach unten auf. Für 2018 wird ein Wachstum des realen BIP von 6,6 Prozent vorhergesagt, 0,1 Prozentpunkte weniger als einen Monat zuvor. Für 2019 liegt die neue aktuelle BIP-Prognose bei 6,5 Prozent.

Bei der Einschätzung der Entwicklung der einzelnen Branchen in China für die nächsten zwölf Monate hat sich im Vergleich zum Vormonat nichts Wesentliches verändert. Am besten schneiden Informationstechnologie/Telekommunikation, Dienstleister und Versicherungen ab. Die Mehrheit der befragten Experten/-innen geht dabei von einer deutlichen Steigerung der wirtschaftlichen Entwicklung dieser Branchen aus. Die drei am schlechtesten beurteilten Branchen sind das Baugewerbe, das Privatkunden-Bankgeschäft sowie der Maschinenbau. Allerdings wird nur beim Baugewerbe keine nennenswerte positive Veränderung auf Jahressicht erwartet. „Schlecht“ ist somit gleichbedeutend mit „weniger gut“ als die anderen beobachteten Branchen.

Bei den wichtigsten Wirtschaftsregionen Chinas werden Shenzhen mit Abstand die besten Entwicklungschancen für das Jahr 2018 zugetraut. Die Erwartungen sind lediglich für Hong Kong ganz leicht negativ. Bei allen anderen Regionen liegen die Erwartungen mehrheitlich bei „leicht verbessern“.

„Die aktuellen Umfrageergebnisse zeichnen somit nach wie vor ein recht positives Bild der weiteren Wirtschaftsentwicklung in China“, sagt Dr. Michael Schröder, Senior Researcher im ZEW-Forschungsbereich „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“ und Projektleiter der CEP-Erhebung. 

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