Nationale Steuerpolitik und das durch sie generierte Steueraufkommen kann nicht mehr losgelöst vom internationalen Kontext analysiert werden. Ursächlich hierfür ist die Mobilität der steuerlichen Bemessungsgrundlagen. Die Produktionsfaktoren Kapital und - insbesondere hochqualifizierte - Arbeit sind nicht standortgebunden und orientieren sich am internationalen Steuergefälle. Multinationale Unternehmen haben zudem in gewissen Grenzen die Möglichkeit, die Buchgewinne aus realwirtschaftlichen Aktivitäten steueroptimal zu verlagern. Ziel dieses Projektes im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen ist es, auf Basis umfangreicher empirischer Auswertungen in einem ersten Schritt Aussagen über das Ausmaß der Mobilität der Produktionsfaktoren Kapital und hochqualifizierte Arbeit sowie von Buchgewinnen zu treffen. In einem zweiten Schritt erfolgt eine Analyse der steuerlichen Sensitivität dieser drei genannten Faktoren. Zum Teil soll dafür auf das Instrument der Meta-Analyse zurückgegriffen werden. Meta-Studien stellen eine quantitative Auswertung der gesamten international vorhandenen empirischen Evidenz mittels ökonometrischer Methoden dar. Die so erhaltenen Ergebnisse erlauben es, Abschätzungen zu den fiskalischen Auswirkungen mobiler Bemessungsgrundlagen und deren Sensitivität für Deutschland zu tätigen.