Das Forschungsnetzwerk beleuchtete mit innovativen Ansätzen Optionen für eine langfristige und integrierte Klima- und Energiepolitik aus ökonomischer Sicht. Dabei wurde erstens die Kritik am Stern Review bezüglich der Schäden, der Spezifikation der Vermeidungskosten und der Art der Diskontierung aufgenommen und in einem erweiterten Analyserahmen berücksichtigt. Zweitens wurde angesichts der engen Verwobenheit von Energie- und Klimapolitik deren Auswirkungen auf Handel, Wettbewerbsfähigkeit und Energiesicherheit untersucht. Schließlich wurden die Erfolgschancen verschiedener internationaler Vereinbarungen jenseits des Kyoto Protokolls analysiert. Zur Untersuchung wurden theoretische Analysen, statistisch-ökonometrische Verfahren, Simulationsmodelle und Laborexperimente eingesetzt.
Den Kern des Forschungsnetzwerks bildeten die Leibniz-Institute Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim und das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Die Schwerpunkte der grundlegenden ökonomischen Analyse der Wirkungsweise von Instrumenten der Klimapolitik, der quantitativen gesamtwirtschaftlichen Analyse sowie der empirisch-ökonometrischen Analyse und der Laborexperimente wurden am ZEW angesiedelt. Die quantitative Analyse der Klimaschäden, potentieller Anpassungsmaßnahmen und Klimapolitiksimulationen mit detaillierter Abbildung des Energiesystems wurden vorwiegend am PIK durchgeführt.
Darüber hinaus wurden Spitzenforscher und führende Institutionen außerhalb der Leibniz-Gemeinschaft in das Netzwerk integriert. In Deutschland war dies Prof. Till Requate von der Universität Kiel. Innerhalb Europas wurde eine enge Kooperation mit der Fondazione Eni Enrico Mattei (FEEM) aus Italien angestrebt. International wurde eine Kooperation des ZEW mit zwei führenden Instituten aus den USA, dem Forschungsinstitut Ressources for the Future (RFF) in Washington, D.C. und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston durch das Netzwerk vertieft. Damit wurde der transatlantischen Komponente der globalen Fragestellung Rechnung getragen. Darüber hinaus brachte Prof. Michael Oberheitmann von der Tsinghua Universität in Peking die asiatische Perspektive in das Netzwerk ein.

Projektzeitraum

01.01.2010 - 31.12.2012

Kontakt
Auftraggeber

Leibniz Gemeinschaft, Bonn, DE

Kooperationspartner

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Potsdam, DE
Resources for the Future, Washington D.C., US
Fondazione Eni Enrico Mattei, Mailand, IT
Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, US
Universität Kiel, Kiel, DE
Tsinghua University, Beijing, CN