Da Länder sich in ihren kulturellen, geographischen, ökonomischen und politischen Kontexten und damit ihren Nachfragepräferenzen unterscheiden, werden neue Technologien und Innovationen von Land zu Land zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgegriffen und genutzt. Darüber hinaus variieren die technischen Spezifikationen und das Innovationsdesign, das von den Anwendern nachgefragt wird, von Land zu Land. Multinationale Unternehmen sind jedoch an global standardisierten Produkten und Dienstleistungen interessiert, um Größenvorteile in Produktion und Marketing zu nutzen und hohe FuE-Investitionen auf weltweite Märkte verteilen zu können. Um dies zu erreichen, kommt es zunächst darauf an, den Einführungsmarkt so zu wählen, dass die Akzeptanz in diesem Markt hoch ist. Weiterhin sollte das dort eingeführte Produkt leicht in anderen Ländern eingeführt werden können, ohne dass die technischen Spezifikationen erheblich den dortigen Bedingungen angepasst werden müssen. Länder, die eine solche Eigenschaft haben, sind Lead-Markets. In vielen Fällen lassen sich solche Lead-Markets, die bei der weltweiten Adoption bestimmter neuer Technologien und Produkte vorangegangen sind und das globale Design oder den Standard geprägt haben, nachträglich identifizieren. Die Möglichkeit einer Exante-Identifizierung von Lead-Markets ist bisher noch nicht getestet worden. Das Forschungsprojekt hat anhand eines konkreten Beispiels überprüft, ob potenzielle Lead-Markets für neue Innovationsideen identifiziert werden können.

Projektzeitraum

01.09.1999 - 31.07.2000

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Auftraggeber

DaimlerChrysler AG, Stuttgart, DE