Die Bearbeitung des Projekts konzentriert sich insbesondere auf zwei Aspekte von Fusionskontrollentscheidungen in Netzwerkindustrien. Einerseits wird die Elektrizitätswirtschaft betrachtet und hierbei insbesondere die Fusionskontrollaktivitäten des Bundeskartellamtes. Im Vordergrund stehen das Kennenlernen der institutionellen Marktorganisation, der verschiedenen Integrationsstrategien der Marktteilnehmer und der Reaktion (i.S.v. Fusionskontrollentscheidungen) der Wettbewerbsbehörden auf die Konzentrationsprozesse innerhalb der deutschen Elektrizitätswirtschaft.

Andererseits soll sich im Rahmen des Projekts mit der ex post Evaluierung von Fusionskontrollentscheidungen und in diesem Zusammenhang insbesondere mit denjenigen Fusionen in Energiemärkten befasst werden, die das Ministererlaubnisverfahren durchlaufen haben. In diesem Zusammenhang soll überprüft werden, inwiefern die seinerzeitigen Argumente und Einschätzungen sich in der weiteren Marktentwicklung bewahrheitet haben. Hieraus sollen dann Schlussfolgerungen für die Bedeutung und Notwendigkeit des Ministererlaubnisverfahrens abgeleitet werden.